Lisa Genova: Still Alice – Mein Leben ohne gestern


puh was für ein Buch! Erzählt aus der Sicht einer an der frühen Alzheimer Krankheit leidenden Frau. Die langsame aber unaufhaltsame Zerstörung des Gehirns kommt durch den Stil der Autorin so plastisch rüber, dass man schon an sich selber die im Buch beschriebenen Tests ausprobiert und erleichtert ist, dass man es noch kann. Eine so grausame Krankheit in eine dennoch so schöne Geschichte zu verpacken, das ist schon eine Kunst. Die Krankheit kommt fast unmerklich daher, hier und da ein paar kleine Aussetzer, die sich häufen und immer schlimmer werden und das bei vollem Bewusstsein bis irgendwann auch das nicht mehr da ist. Die Geschichte schafft es dennoch so etwas wie ein Happy End zu haben. Alice hat zwar keine Erinnerungen mehr. Sie erkennt sich selber nicht mehr, geschweige denn ihre Familie, aber sie spürt Liebe und gibt sie weiter. Die Botschaft ist, dass das Leben auch in einem solchen reduzierten Zustand immer noch lebenswert ist. Die Seele ist noch nicht zerstört.

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