Elena Ferrante: Die Geschichte des verlorenen Kindes


Die Neapolitanische Saga Teil 4

Ich habe mich erst beim 4. Teil entschieden, diesen zu lesen, bzw. zu hören, da ich irgendwo gelesen habe, dass man nicht unbedingt die vorherigen Teile gelesen haben muss, um mit dem Geschehen mit zukommen. Das kann ich auch nur bestätigen. Man kommt schnell rein in die Geschichte. Elena Ferrante erzählt sehr leicht und fließend und Eva Mattes setzt das auch stimmlich sehr gut um. Die italienische Lebensart sowohl aus dem Milieu der Akademiker als auch die der einfachen Leute kommt sehr gut rüber. Mafiöse Strukturen werden angedeutet aber nicht ausführlich beleuchtet. Die Geschichte nimmt ihren Lauf aber in der Mitte des Buches wird es dann langsam doch etwas langweilig. Es ist alles so wehleidig und schwierig, immer dasselbe Muster. Man fragt sich warum die beiden Hauptprotagonistinnen eigentlich Freundinnen sind und warum Lila als “Geniale Freundin” beschrieben wird. So genial erscheint sie im 4. Teil nicht. Aber ich bin dran geblieben bis zum Schluss. Der Titel wird dann auch erst in der zweiten Hälfte des Buches klar, zumindest wenn man nur den 4. Teil gelesen hat. Und am Ende bleibt man etwas ratlos zurück und fragt sich. Und was ist jetzt? Das Leben geht halt weiter ohne dass sich die Rätsel lösen.

Ich habe beschlossen, die vorherigen 3 Teile daher auch nicht mehr zu lesen.