Claire North: Die vielen Leben des Harry August


Ein sehr fesselndes Buch über Wiederkehrer. Am Anfang braucht man etwas um den roten Faden zu finden, denn Harry mischt wild die Erinnerungen aus seinen vielen Leben. Aber dann hat man den Faden und es ist nur noch spannend und man möchte nicht mehr aufhören zu hören. Man traut sich nicht, darüber nachzudenken wie das eigentlich sein kann, wenn man nach seinem Tod einfach wieder von vorne anfängt. Wie viel Zeit vergeht eigentlich dazwischen? Und wieso sind die anderen Menschen immer wieder da? In welcher Wirklichkeit leben denn diese linearen Menschen? Hat es wirklich keine grösseren Auswirkungen, wenn ein kleines Detail sich ändert? Führen tatsächlich nur die großen Umbrüche zu einer anderen Welt? Sich diese Gedanken zu machen, kann einem das Hirn schon ganz schön verdrehen. Daher besser nicht drüber nachdenken und sich einfach ins Fantastische hineinziehen lassen. Zugegeben, passagenweise ist es etwas mühsam wegen der vielen Folterszenen, die man lieber nicht so im Detail hören möchte. Aber das geht vorbei. Der Schluss kommt dann eigentlich viel zu plötzlich. Auf einmal löst sich alles viel zu einfach auf. Am Ende siegen die Guten, zumindest glaubt man das. Aber es könnte auch ganz anders ausgegangen sein. Das bleibt irgendwie offen. War das die Absicht der Autorin?

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